Welche Augenlasermethode gilt als am besten?

Femto-Lasik für viele das Mittel der Wahl

Die Augenlasermethoden, die sich in den vergangenen Jahrzehnten als die bekanntesten und am häufigsten eingesetzten herausgestellt haben, sind die PRK, das Akronym für die photorefraktive Keratektomie, das Lasek-Verfahren, die Lasik-Methode und als neuestes Verfahren die Femto-Lasik-Methode.

Aus diesem Quartett gilt die Femto-Lasik-Methode mittlerweile als das zuverlässigste, präziseste und sicherste Verfahren im Rahmen einer Augenlaserbehandlung. In den Neunziger Jahren wurden Augenlaserbehandlungen fast ausschließlich nach dem Verfahren der photorefraktiven Keratektomie (PRK) vorgenommen. Erst Ende der Neunziger Jahre konnte durch die neuesten Entwicklungen der Lasertechnik die Lasik-Methode angewendet werden. Im neuen Jahrtausend wurden über 95% aller Augenlaseroperationen mit der Lasik-Methode vorgenommen. Die Entwicklung des innovativen Femtosekundenlasers führte in den letzten Jahren dazu, dass die Femto-Lasik-Methode in den meisten Augenlaserzentren als das Mittel der Wahl gilt.

Das Hauptwerkzeug bei einer Femto-Lasik-Operation ist der Femtosekundenlaser, der während der Behandlung sehr kurze Laserimpulse aussendet, die im Inneren der zu behandelnden Hornhaut in einer ganz bestimmten vorher festgelegten Tiefe die für die Operation erforderlichen Schnitte ausführen. Mit einem Schnitt sind bei der Femtosekundenlasertechnik kleine Gasbläschen gemeint, die aus CO2 und Wasser bestehen und das Gewebe an der Schnittlinie perforieren. Mit diesem Verfahren wird auf der obersten Schicht der Hornhaut an drei Seiten eine Hornhautlamelle, das so genannte Flap, aufgetrennt und mechanisch beiseite geschoben. Danach kann die Hornhaut entsprechend der ermittelten Dioptrienwerte durch einen Excimer-Laser angepasst werden. Anschließend wird das Flap wieder an die richtige Position zurückgeklappt.

Durch die Erzeugung des Flaps mit dem Femtosekundenlaser werden entscheidende Vorteile erzielt. Der Eingriff verletzt die Hornhaut des Auges minimal. Dadurch ist er für den Patienten auch nach der Operation absolut schmerzfrei. Das Auge heilt im Anschluss an den Eingriff erheblich schneller als bei anderen OP-Verfahren. Bereits nach zwei Stunden setzt der Einheilungsprozess ein. Komplikationen beim Eingriff in die oberste Hornhautschicht, die bei früheren Operationsverfahren im Rahmen der refraktiven Chirurgie das Hauptrisiko darstellten, kommen praktisch nicht mehr vor. Dieses Verfahren ermöglicht eine noch höhere Präzision während des Eingriffs und sorgt für eine risikofreiere und schnellere Einheilung. Darüber hinaus können mit dem Femto-Lasik-Verfahren auch Augen mit sehr hoher Dioptrienzahl und dünner Hornhautstärke erfolgreich operiert werden.