Kontaktlinsen Arten
Für jede Anforderung die richtige Linse
Um dem Tragen einer Brille zu entgehen, gibt es seit einigen Jahrzehnten die Möglichkeit, Kontaktlinsen zu nutzen. Diese Linsen werden mit einer Art Tränenflüssigkeit benetzt auf das Auge gesetzt und schwimmen auf der äußeren Schicht des Augapfels. Die Sehschwäche wird ausgeglichen und zumindest verbessert, wenn nicht gar ganz reguliert. So können auch Menschen, die es ablehnen, die Sehschwäche der Augen lasern zu lassen, ohne Brille auskommen und gut sehen. Krankenkassen übernehmen Kontaktlinsenkosten leider ebenso wenig wie Kosten für andere Sehhilfen. Lediglich der Besuch beim Augenarzt inklusive Diagnose wird bezahlt.
Kontaktlinsen können aus verschiedenen Materialien gearbeitet werden. Ein großer Unterschied besteht zum Beispiel zwischen weichen und harten Kontaktlinsen. Weiche Linsen gibt es schon seit etwa 35 Jahren. Sie passen sich durch ihre flexible Struktur geschmeidig der Hornhaut an. Ihr Durchmesser beträgt zwischen 12 und 16 Millimetern, womit sie deutlich größer sind als harte Kontaktlinsen. Diese schwimmen lediglich in der Mitte des Auges, während weiche Linsen das Auge bis unter dem Lidrand abdecken. Das hat Vor-, aber auch Nachteile. Ein Vorteil ist, dass weiche Linsen besser am Auge haften und nicht einfach heraus fallen. Auch der Tragekomfort liegt bei weichen Linsen deutlich höher als bei harten. So kann der Linsenträger weiche Linsen ohne Probleme auch beim Sport tragen. Andererseits gelangt durch die große Linsenfläche weicher Linsen wenig Sauerstoff an den Augapfel, der somit schneller ermüdet und austrocknet. Das begünstigt die Möglichkeit von Augenentzündungen. Deshalb sollten gerade weiche Linsen sehr gründlich und regelmäßig gereinigt und gepflegt werden.