Pflegemittel

Für die richtige Reinigung und Pflege der Linsen

Wer nicht gerade Tageskontaktlinsen bzw. Einweg-Kontaktlinsen nutzt, muss sich wohl oder übel mit der Frage nach der richtigen Kontaktlinsenpflege auseinandersetzen. Hier geht es vor allem um die Kontaktlinsenreinigung und die dafür verwendeten Kontaktlinsenreinigungsmittel oder kurz Kontaktlinsenreiniger. Der Markt bietet hier verschiedene Reinigungskonzepte. Gleichzeitig unterscheiden sich die verschiedenen Kontaktlinsen-Reinigungs- und -Pflegemittel auch darin, ob sie speziell für die Reinigung und Pflege weicher Kontaktlinsen oder harter Kontaktlinsen eingesetzt werden können. Neben den unterschiedlichen Bestandteilen und Wirkformeln variieren die Produkte auch bezüglich des "Arbeitsaufwandes" des Kontaktlinsenträgers für die Reinigung. Während die besten Produkte All-in-One-Lösungen sind, in denen man die Kontaktlinsen einfach über Nacht "badet", verlangen andere System einen mehrstufigen bzw. Mehr-Schritte-Prozess: hier heißt es z.B. erst die Kontaktlinsen mit einer speziellen Lösung zu beträufeln und dann vorsichtig auf der Linse zu reiben, um die Ablagerungen auch durch mechanische Hilfe von der Linse zu entfernen. Erst dann können die Kontaktlinsen über Nacht in der gleichen oder einer weiteren Kontaktlinsen-Reinigungslösung aufbewahrt werden. Bei anderen Systemen werden die Kontaktlinsen einfach aus dem Auge genommen und in einen mit dem jeweiligen Kontaktlinsenreiniger gefüllten Aufbewahrungsbehälter gelegt - und fertig. Dabei kann es sein, dass zwingend eine Mindestaufbewahrungsdauer in der jeweiligen Reinungsflüssigkeit vorgeschrieben ist, z.B. bei Reinigern auf Basis von Wasserstoffperoxid-Lösungen, die zwar sehr sorgfältig reinigen, aber eben mindestens 6h brauchen, damit die aggressiven Wirkstoffe abgebaut sind. Würde man bei einem solchen Kontaktlinsenreinigungs-Mittel die Linsen nach ein oder zwei Stunden aus der Flüssigkeit entnehmen und direkt ins Auge setzen, dürften rote und gereizte Augen bis hin zu einer Bindehautentzündung vorprogrammiert sein. Es heißt hier also, genau darauf zu achten, was man braucht und will.

Wer nicht sicherstellen kann, wenigstens 6h pro Nacht zu schlafen bzw. die Linsen in der Reinigungslösung belassen zu können, sollte ein solches Produkt nicht einsetzen. Auch kann es andere Gründe für oder gegen bestimmte Kontaktlinsenreiniger geben: so enthalten einige Lösungen Konservierungsmittel oder andere Stoffe, die bei manchen Kontaktlinsenträgern allergische Reaktionen auslösen. Wenn man also einen neuen Kontaktlinsenreiniger einsetzt und die (gleichen) Linsen plötzlich nicht meht so gut verträgt, sollte man als erstes das Reinigungsprodukt wechseln, bevor man es auf die Linsen oder die Augen schiebt, die 'plötzlich keine Linsen mehr so gut vertragen'.

Kontaktlinsen Reinigung & Pflege

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